Was ist ein Businessplan?
Ein Businessplan ist ein schriftliches Dokument, das erklärt, was dein Unternehmen tut, wen es bedient, wie es Geld verdient und wohin es sich entwickelt. Er macht aus einer groben Idee eine klare, strukturierte Geschichte, der andere und auch du folgen können.
Ein guter Plan erfüllt zwei Aufgaben: Er ist das Dokument, das Investoren und Kreditgeber verlangen, und zugleich die Roadmap, mit der du Entscheidungen triffst und Fortschritte misst.
Warum du einen brauchst
Selbst wenn du ihn nie einem Investor zeigst, zwingt dich das Schreiben des Plans dazu, über die Teile deines Unternehmens nachzudenken, die man leicht überspringt.
- Kapital einsammeln: Banken und Investoren erwarten einen Plan, bevor sie über Zahlen sprechen.
- Klarheit: Er deckt Lücken in deiner Idee auf, bevor sie dich Geld kosten.
- Abstimmung: Er bringt Mitgründer, Partner und erste Mitarbeiter auf denselben Stand.
- Fokus: Er gibt dir Ziele zum Verfolgen, statt zu raten.
Was hineingehört
Die meisten Pläne folgen denselben wenigen Abschnitten. Du brauchst nicht alle am ersten Tag, aber Kreditgeber und Investoren achten auf diese:
- Zusammenfassung: ein einseitiger Überblick über den gesamten Plan.
- Unternehmensbeschreibung: was du tust und welches Problem du löst.
- Marktanalyse: deine Kunden, die Nachfrage und die Wettbewerber.
- Produkte und Dienstleistungen: was du verkaufst und warum es besser ist.
- Marketing und Vertrieb: wie du Kunden erreichst und wächst.
- Betrieb: wie das Unternehmen im Alltag läuft.
- Team: wer beteiligt ist und warum es das schaffen kann.
- Finanzplan: Prognosen, Finanzierungsbedarf und Annahmen.
Wie du ihn schreibst
Beginne damit, die geführten Fragen zu beantworten und das einzutragen, was du bereits weißt. Schreibe in klarer Sprache, halte die Abschnitte kurz und widerstehe der Versuchung, sie aufzublähen. Ein fokussierter Zehn-Seiten-Plan schlägt einen vagen mit vierzig Seiten.
Schreibe die Zusammenfassung zuletzt, wenn der Rest des Plans steht, damit sie wirklich zusammenfasst, wofür du dich entschieden hast.
Die Zusammenfassung schreiben
Die Zusammenfassung ist der meistgelesene und am wenigsten sorgfältig geschriebene Teil der meisten Pläne. Behandle sie als eigenständigen Pitch: Jemand sollte dein Unternehmen allein aus dieser Seite verstehen.
- Was das Unternehmen tut, in ein oder zwei Sätzen.
- Das Problem und deine Lösung.
- Dein Markt und die Chance.
- Bisherige Traktion oder Fortschritte.
- Worum du bittest, etwa Finanzierung oder Partner, und warum.
Die Finanzen aufbauen
Der Finanzteil schreckt viele ab, aber in dieser Phase besteht er größtenteils aus fundierten Schätzungen. Zeige, wie Geld hereinkommt, was der Betrieb kostet und wann du die Gewinnschwelle erwartest.
Nimm eine Umsatzprognose, eine einfache Gewinn-und-Verlust-Rechnung und deinen Gründungs- oder Finanzierungsbedarf auf. Nenne deine Annahmen klar, damit ein Leser die Rechnung nachvollziehen kann.
Häufige Fehler, die du vermeiden solltest
- Völlig optimistische Prognosen ohne dahinterstehende Annahmen.
- Zu behaupten, du hättest keine Wettbewerber, denn die hast du immer.
- Ein vager Zielkunde statt eines konkreten.
- Die Bitte zu verstecken, sodass niemand weiß, was du willst.
- Ein vierzigseitiger Plan, den niemand zu Ende liest.
Tipps für einen stärkeren Plan
Halte ihn lebendig. Ein Plan ist am nützlichsten, wenn du ihn überarbeitest, während sich das Unternehmen verändert, und nicht, wenn er in einer Schublade liegt.
- Passe die Sprache an deinen Leser an, denn ein Investor und eine Bank wollen Unterschiedliches.
- Verwende echte Zahlen, wo immer du sie hast.
- Lass eine außenstehende Person ihn lesen, bevor du ihn versendest.
- Aktualisiere ihn jedes Quartal, während du dazulernst.